Beiträge: 1
Themen: 0
Registriert seit: Nov 2018
Bewertung:
0
Guten Tag, verstehe ich Sie richtig, dass das Hauptproblem in der Befestigung der Wand an der Decke liegt. Oder geht es um die Abschottung der Hohlräume zwischen Trapezblech und Trockenbauwand? Könnten Sie bitte spezifizieren um welches Trapezblech es sich handelt (Hersteller und Produkttyp). Für HOLORIB® / SUPERHOLORIB® Verbunddecken von Montana hätten wir möglicherweise eine Lösung für Sie.
Mit freundlichen Grüßen
Beiträge: 20
Themen: 9
Registriert seit: Oct 2017
Bewertung:
0
Hallo "MAS123",
F90-Wände können Sie formal niemals an Trapezblech anschließen, da das Detail in den Verwendbarkeitsnachweisen nicht geregelt ist. Selbst ein unterzeitig mit Trockenbaustoffen für einen Feuerwiderstand von 90 Minuten ertüchtigtes Trapezblech würde die Anforderung formal nicht erfüllen, wobei neben den Kosten auch die zusätzlichen Lasten der Bekleidung im Bestand schon kritisch sein können. Ich würde das jedenfalls in keinem Fall als "nicht wesentliche Abweichung vom Verwendbarkeitsnachweis" betrachten wollen sondern auf jeden Fall eine ZiE (bzw. in HH jetzt einen "Nachweis der Verwendbarkeit von Bauprodukten im Einzelfall" gem. § 20c HBauO) für erforderlich halten.
Die Idee mit den zusätzliche Stahlstützen führt leider auch nicht weiter, da auch denen der obere Anschluss an ein feuerbeständiges Bauteil fehlt und sie somit bei Versagen des Blechs umfallen. Oder sie werden als eingespannte Stützen ausgeführt (dann bleiben sie zumindest stehen), formal wäre aber auch das nicht im Rahmen der Verwendbarkeitsnachweis abgedeckt.
Ein weiterer Knackpunkt ist (soweit es sich bei dem Blech um das Dach handelt) die Abweichung von § 27 HBauO, da Sie die Trennwand (auch eine massive Wand) nicht bis unter die Dachhaut (Dachabdichtungsbahn) führen. Da müsste man eine Abweichung gem. § 69 HbauO beantragen, müsste sich aber dazu in jedem Fall zu dem Dachanschluss sowie der Ausführung der Dämmung oberhalb der Wand sowie einer möglichen statischen Trennung ders Tapezbleches (Unterbrechung der Durchlaufwirkung) äußern.
Mit freundlichen Grüßen,
F. Fleischhauer